Aktuelle
Pressetexte aus dem Darmstädter Echo - für Sie gesammelt
11. Juni 2010 |
tb
Wohnen auf dem Edelweiß-Gelände
Stadtbild: Mit
großer Mehrheit schafft das Reinheimer Parlament Baurecht auf dem
6000 Quadratmeter großen Areal
REINHEIM.
Die Diskussionen
um das Wohnen auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände
der ehemaligen Wäscherei ,,Edelweiß" in der
Königsberger Straße in
Reinheim sind in der jüngsten Sitzung des Reinheimer Parlaments
mit der
Schaffung des Baurechts zu Ende gegangen. Umstritten waren die
Pläne
des Inhabers, dort Einzel- und Doppelhäuser zu errichten, wo
früher ein
Gewerbebetrieb war und heute noch andere Firmen angrenzen, aber bis zum
Schluss. Vor allem die Union, aus deren Reihen Gegenstimmen und
Enthaltungen kamen, wehrte sich gegen das Projekt. Die große
Mehrheit
jedoch stimmte dafür.Nachdem
bei der zweiten Offenlegung der Pläne im Süden und Osten des
Areals
jeweils ein Streifen als Mischgebiet deklariert worden war, der als
Puffer zum angrenzenden Gewerbe fungieren soll, um eventuellen
Beschwerden der späteren Bewohner des Edelweiß-Geländes
vorzubeugen,
äußerte Michael Wend (CDU) Bedenken, dass dies auch
tatsächlich
funktioniere. ,,Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die
Lärmemissionen etwa eines Lkws durch ein Gebäude abgehalten
werden",
sagte er, ,,und der Streifen als Abgrenzung ist nur so breit, dass dort
ein Gebäude stehen kann." Zudem wies er darauf hin, dass die
Grundstücke im geplanten Gewerbegebiet an der
Willy-Brandt-Straße
verkauft werden müssen und dass in den Baugebieten
Orscheläcker und
Nordwest sowie auf dem ehemaligen ,,Emilys"-Gelände
Wohngrundstücke zum
Verkauf stünden.Thomas Knöll (SPD) sagte, in Reinheim sei
schon
immer versucht worden, zum Wohle eines Investors zu handeln. Das
angrenzende Gewerbe habe durch den Puffer keine Einschränkungen
wegen
des neuen Wohngebietes zu befürchten. Das sah auch
DKP-Vorsitzender
Arno Grieger so. Grünen-Fraktionsvorsitzender Günther
Schreiber fügte
hinzu, dass die Edelweiß früher mit Lastern beliefert worden
sei, der
Lärm aber nun eher weniger werde. CDU-Fraktionsvorsitzende
Angelika Froede hingegen sagte, dass ein ,,So haben wir es schon immer
gemacht" kein Standpunkt sei, es müsse kontrolliert werden, dass
das
Puffer-Mischgebiet nicht zum Wohngebiet werde. Das wiederum
nannte SPD-Fraktionsvorsitzender Felix Schäfer ein
,,Ammenmärchen". Die
Gewerbebrache sei vom Äußerlichen her ein ,,Schandfleck",
mit dem
umliegenden Gewerbe sei nun eine Lösung gefunden worden. ,,Wir
können
nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten", sagte er.
14. Oktober 2009 | tb
Erster Schritt zum neuen Wohnareal
Stadtbild:
Reinheimer Parlament bringt Bebauungsplanänderung für
früheres „Edelweiß“-Wäschereigelände auf den Weg
REINHEIM.
Nicht unumstritten ist im Reinheimer Parlament das Vorhaben, auf dem
Gelände der ehemaligen Wäscherei „Edelweiß“ in der
Königsberger Straße
Wohnhäuser zu bauen. Das Gelände, das in Privatbesitz ist,
war bislang
als Gewerbegebiet ausgezeichnet.
Nun brachte das
Parlament mit
großer Mehrheit die für die Wohnbebauung nötige
Bebauungsplanänderung
auf den Weg. Drei Gegenstimmen kamen von der CDU, sieben Enthaltungen
von Union und FWG.
Entstehen sollen
nach einem ersten Entwurf auf dem 6000 Quadratmeter
großen Areal, das sich von der Königsberger bis zur
Breslauer Straße
erstreckt, Einzel- und Doppelhäuser, die höchstens zwei
Stockwerke
haben dürfen. Der Bebauungsplan wird nun ausgelegt, Stellungnahmen
dazu
eingeholt.
Michael Wend (CDU)
argumentierte mit den „Geräusch- und
Geruchsbelästigungen“, die für die Bewohner entstünden,
da das Gebiet
an ein bestehendes Gewerbegebiet angrenzt. Zudem verwehrte er sich
gegen die Reduzierung von Gewerbefläche und wies auf das Angebot
an
Baugrundstücken und Wohnfläche in Reinheim hin:
Derzeit baue ein
Investor Wohnhäuser auf dem ehemaligen
„Emilys“-Gelände an der Schillerstraße, zudem habe die Stadt
gerade
beschlossen, ihre Baugrundstücke in Nordwest und in den
„Orscheläckern“
in Spachbrücken auf dem freien Markt zu verkaufen, da in Reinheim
keine
Nachfrage bestünde. „Es wird jetzt umso schwerer, diese zu
verkaufen“,
sagte er. Ähnlich argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika
Froede.
FWG-Fraktionsvorsitzender
Edgar Friedrich gab Wend Recht, sagte aber,
dass es sich beim „Edelweiß“-Areal um Privatgelände handele,
„da dürfen
wir den Leuten keinen Knüppel in den Weg legen“. So sah es auch
Pia
Eckert-Graulich (fraktionslos).
Keine Konkurrenz
zum Angebot der Stadt hingegen sah
Grünen-Fraktionsvorsitzender Günther Schreiber. „Hier ist ein
Bauträger, der Vorgaben hat“, sagte er. Auf den städtischen
Grundstücken dürften die Käufer hingegen frei bauen.
Thomas Knöll
(SPD) sagte, dass es bekannt sei, dass die CDU sich für
Gewerbegebiete stark mache, allerdings gebe es derzeit dafür
keinen
Bedarf. Hans Friedrich Kammer wies darauf hin, dass das Gelände
seit
Jahren brach liege.
Bürgermeister
Karl Hartmann (SPD) wurde ironisch: „Die CDU kämpft für
Gewerbeansiedlung, doch jeden Morgen, wenn ich ins Rathaus komme, falle
ich über nicht vorhandene Gewerbeflächen-Interessenten.“
Stadtverwaltung als moderner Dienstleister
Rathaus: Am Cestasplatz und im
Kulturzentrum laufen die Fäden zusammen
REINHEIM. Die Verwaltung einer Stadt muss heute moderner
Dienstleistungsbetrieb sein, wenn all die Aufgaben bewältigt
werden sollen, die in den kommunalen Zuständigkeitsbereich fallen.
Finanzverwaltung zum Beispiel ist weit mehr als nur Stadtkasse,
städtisches Bauamt mehr als nur der Kopf des städtischen
Bauhofs. Das Ordnungsamt gleichsam als Ortspolizeibehörde, das
Einwohnermeldeamt, das heute auch Aufgaben der Zulassungsstelle
übernimmt, Standesamt, Umweltamt, Kultur- und Sportamt sowie das
häufig frequentierte Sozialamt und dazu das für die inneren
Abläufe zuständige Hauptamt mit parlamentarischem Büro –
alle diese Dienstellen machen in ihrer Summe die Stadtverwaltung aus.
Damit ist der kommunale Dienstleistungs-Service allerdings bei weitem
noch nicht erschöpft. Das Büro für
Städtepartnerschaften, die modern ausgestattete Stadtbücherei
mit Stadtarchiv im Kulturzentrum, die als Eigenbetrieb geführte
kommunale Wasserversorgung gehören ebenso dazu wie die
Stadtjugendpflege und die sechs Kindergärten in allen Stadtteilen.
Die Stadtverwaltung steht den Bürgern während folgender
Zeiten offen: Montags von 13.30 bis 18 Uhr, dienstags bis freitags von
8 bis 11.30 Uhr, mittwochs von 13.30 bis 15.30 Uhr. Die im Rathaus
untergebrachten Dienststellen sind unter der Rufnummr 805o sowie unter
Fax 80565 zu erreichen, das Bürgertelefon: 80560. Der Bauhof hat
die Rufnummer 80546, die Sozialstation 1719.Um den Bürgern in den
Stadtteilen die Wege zum Rathaus in Reinheim zu ersparen, hält die
Verwaltung Außensprechstunden ab. In Ueberau nach Voranmeldung
unter 06161 08551, in Spachbrücken nach Voranmeldung unter 06162
80519. In Georgenhausen werden die Sprechstunden dienstags von 17 bis
18 Uhr und donnerstags von 10 bis 11 Uhr im ehemaligen Rathaus
angeboten, in Zeilhard dienstags von 18 bis 19 Uhr und donnerstags von
11 bis 12 Uhr im alten Rathaus.
dk16.10.2002
Eins und vier macht Reinheim Gebietsreform: Ueberau,
Spachbrücken und Zeilhard kommen freiwillig Georgenhausen wird per
Gesetz Stadtteil
Kurz vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurde amtlich, was rund
fünf Jahre lang im Gespräch war: die beiden Reinheimer
Stadtteile Georgenhausen und Zeilhard schlossen sich zu einer Einheit
zusammen. Ein gemeinsamer Ortsbeirat vertritt nun die Interessen der
Einwohner von Georgenhausen-ZeilhardDie Politik vollzog damit nach, was
die Realität längst vorweggenommen hat. Nur an den
Ortsschildern am Straßenrand war noch zu erkennen, dass man von
dem einen Stadtteil in den anderen wechselte. Baulich und auch
gesellschaftlich waren beide Orte zusammengewachsen. Für das
Vereinsleben, für Schule und Kirche gab es schon lange keine
Gemarkungsgrenze mehr.Dreißig Jahre nach dem
Gemeindezusammenschluss war mit der Entscheidung in
Georgenhausen-Zeilhard ein deutliches Zeichen gesetzt, dass das damals
vom Gesetzgeber gewollte neue Gemeinwesen „Großgemeinde Reinheim“
zusammengefunden hat – auch im Bewusstsein der Bürger.Dies war im
Jahr 1971 gar nicht so sicher. Damals entschieden sich die Parlamente
der bis dahin selbständigen Gemeinden Ueberau, Spachbrücken
und Zeilhard für den freiwilligen Zusammenschluss mit Reinheim. In
Grenzänderungsverträgen wurden die Modalitäten
festgelegt, die kleinen und großen Wünsche der Gemeinden an
die Stadt Reinheim festgehalten.In Georgenhausen allerdings konnten die
Prämien, die die Landesregierung für einen freiwilligen
Zusammenschluss zahlte, die Bedenken gegen die Aufgabe der
Selbständigkeit nicht aufwiegen. Die Gemeinde, damals schon von
einem hauptamtlichen Bürgermeister verwaltet, hatte noch einiges
im Sinn, das in eigener Regie durchgezogen werden sollte.Bis 1977 blieb
Georgenhausen selbständig. dann kam die so genannte
Zwangseingemeindung. Per Gesetz wurde Georgenhausen Stadtteil von
Reinheim, wurde der Schlusspunkt gesetzt unter die Gebietsreform.„Die
Stadt Reinheim hatte schon in den Jahren davor eine sprunghafte
Entwicklung zu meistern. In den folgenden Jahren ging es dann eher noch
stürmischer voran. Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen, trotz
des rasanten Wachstums dieses Tempo auch bei der Gestaltung der
Infrastruktur mitzugehen“, sagt Bürgermeister Karl Hartmann heute
im Rückblick. Und er weiß, wovon er spricht, denn die
meisten dieser Jahre fallen in seine Amtszeit als Bürgermeister,
tragen also auch seine Handschrift.Sprunghafte Entwicklung: Im
Stadtteil Georgenhausen erschloss Reinheim das Baugebiet „Gockert“,
Ueberau-Ost folgte, danach das kleine Gebiet „Bruchhohl“ in
Spachbrücken, ebenso der zweite Teil von Ueberau-Ost. Zusammen ist
dies Wohnraum für rund 1500 Menschen. Dazu kommt das
Großprojekt Reinheim-Nordwest. Auf etwa zwölf Hektar
Fläche siedelten sich rund 300 Familien an.Stichwort
Infrastruktur. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Vielfalt
kommunaler Angebote – von der Wiege bis zur Bahre begleitet die Stadt
ihre Bürger. Die städtische Fürsorge beginnt mit den
Kindergärten. In allen Stadtteilen bestehen diese Einrichtungen,
in deren Modernisierung Reinheim viel Geld investiert, noch mehr
allerdings in deren Betrieb. „Wir können von einer Vollversorgung
spreche“, so der Bürgermeister.Und im gleichen Maß wie
für die Kinder sorgt die Stadt auch für die alten
Bürger. Das Altenzentrum in der Grabenstraße bietet 36
altengerechte Wohnungen im Herzen der Stadt. Im Neubaugebiet „Nordwest“
entstand das Basishauses für Altenpflege nach dem Kleeblattsystem.
Das 1990 eingeweihte Kulturzentrum setzt nicht nur einen
städtebaulichen Akzent im alten Teil Reinheims. Mehr als 130
Vereine gibt es im Stadtgebiet, viele verfügen über eigenen
Anlagen, eigene Heime. Anderen stellt die Stadt Versammlungs- und
Übungsstätten zur Verfügung. Dazu kommt die
jährliche finanzielle Förderung.Dabei leistet sich die Stadt
eine eigene Kulturarbeit, die mittlerweile hessenweit Anerkennung
gefunden hat und bei der Bevölkerung so gut ankommt, dass sie sich
fast selbst finanziert. Die Stadtbücherei ist hervorragend
ausgestattet, ist preisgekrönt hat inzwischen eine
Mittelpunktfunktion übernommen.Mittelpunktfunktion will Reinheim
auch als Einkaufsstadt ausüben. „Die Angebotspalette ist durchaus
zufriedenstellend. Von Verbrauchermärkten über Bäcker,
Metzger und Fachgeschäfte für Mode, Schmuck oder Bücher
bis hin zu Apotheken ist alles vorhanden, was der Bürger
täglich braucht“ betont Hartmann. Dazu kommen eine gute
ärztliche und eine komplette fachärztliche Versorgung, die
diesen Anspruch stützt. Infrastruktur, das ist auch eine
gesicherte Wasserversorgung über die Brunnengalerie und die
Enthärtungsanlage in den Seewiesen. Und eine Kläranlage im
Reinheimer Teich, die mit einem Kostenaufwand von 30 Millionen Mark
aufgerüstet wurde. Infrastruktur sind auch die zahlreichen
Freizeiteinrichtungen, die die Stadt ihren Bürgern bietet. Und zur
Infrastruktur gehört die vorbildliche Jugendarbeit der Stadt.„Wir
sind eine Wohnsitzgemeinde und haben deshalb das Schwergewicht unserer
Bemühungen auf die Wohnqualität gelegt. Und dies hat sich
ausgezahlt“, betont Hartmann. Und um die Verbesserung der
Wohnqualität geht es auch bei den nächsten
größeren Projekten, die die Stadt angehen will. „Wir wollen
das Freibad modernisieren und aufwerten. Und wir werden uns an der
Umgestaltung des Bahnhofsgeländes beteiligen“, sagt der
Bürgermeister. Das 30 Jahre alte Bad hat eine Auffrischung
verdient. Und rund um den Bahnhof soll das, was gegenwärtig tot
und leer da liegt, mit neuem Leben erfüllt werden. Ein
Großprojekt, bei dem sowohl die öffentliche Hand als auch
Privatinitiative gefordert sind.
Dieter Schieck16.10.2002
„Ich fühle mich hier sehr wohl “Umfrage: Wie beurteilen die
Reinheimer die Lebensqualität und Infrastruktur ihrer Stadt? – Das
Positive überwiegt in der Bewertung der Bürger
REINHEIM. Den Reinheimern wird in der Geschichte stolzer
Bürgersinn und eine hohe Idenfikation mit ihrer Stadt nachgesagt.
Und wie sehen die heutigen Reinheimer ihren Wohn-, Einkaufs- und
Arbeitsort? Ist für sie die Stadt ein Zentrum, stimmt die
Infrastruktur? Das suchte das Echo durch eine Straßenumfrage zu
erkunden.Elisabeth Ahrndt-Haefele (52), Sekretärin: „Reinheim ist
gut zum Wohnen und zum Einkaufen. Hier ist alles bestens. Ich wohne
seit zwölf Jahren hier und fühle mich wohl. Das Einzige, was
ich hier als Mainzerin vermisse, sind die Weinberge. Aber man kann ja
nicht alles haben.“Ursula Schmidt (62), Rentnerin: „Ich finde Reinheim
ist eine relativ gute Wohnstadt. Hier findet man alles, was man
braucht: Geschäfte, Ärzte, es gibt einen Bahnhof, der zwar
inzwischen mit Automat bedient wird, aber immerhin, es gibt ihn. Die
Busanbindung ist auch recht gut. Das Einzige, was für die
Berufstätigen nicht so toll ist, ist der Berufsverkehr, besonders
auf der Autobahn, aber das habe ich zum Glück inzwischen hinter
mir.“Dietmar Schnauber (45), Heizungsingenieur: „Seit 45 Jahren lebe
ich hier. Ich bin Reinheimer Ureinwohner und finde es hier so gut, dass
ich nie weggezogen bin. Ich bin hier durchweg zufrieden. Gegen den
Verkehr kann man wohl kaum etwas machen, das Problem ist halt so. Aber
ich bin hier zufrieden.“Aysun Demir (11), Schülerin: „Mir
gefällt es hier sehr. Ich wohne schon immer hier und fühle
mich in Reinheim sehr wohl. Ich gehe in die Gesprenzschule. Bei uns in
der Nähe gibt es einen tollen Spielplatz, da gehe ich manchmal
hin. Früher war ich immer draußen, jetzt nur noch
manchmal.“Jens Mörsch (57), Kaufmann: „Wir haben Parkplätze
direkt vor den Geschäften. Im Zentrum hier befinden sich
zahlreiche Dienstleister und Fachgeschäfte, außen drumherum
sind Supermärkte, so dass man hier alles erledigen kann, was man
so braucht. Die Leute müssen nicht noch woanders hinfahren, wenn
sie es nicht wollen. In Reinheim lebt es sich insgesamt gut. Durch den
angrenzenden Odenwald und die schöne Landschaft ist natürlich
auch der Naherholungswert sehr hoch.“Jasmin Stöckig (16),
Schülerin: „Hier könnten mehr Discos sein. Für
Jugendliche gibt es hier nicht viel, was man machen kann. Wir laufen
meistens einfach nur rum, denn für alles andere braucht man Geld.
Das Einzige, was mir in Reinheim gefällt, ist eigentlich das
Schwimmbad.“Dirk Bergsträßer (33), kaufmännischer
Angestellter: „Außer Einkaufen habe ich mit Reinheim nicht viel
am Hut. Seit einem Jahr lebe ich hier, die Freundin hat mich
hergezogen. Ich kann keine Kritik üben, weil ich kaum hier bin. Im
Sommer gibt es hier wohl ein Straßenfest. Dann ist die
Straße hier gesperrt und schon auch mal was los.“Christian Mahr
(15, links) und Mitlad Djamali (15), Schüler: „Wir haben eine neue
Anlage zum Skateboardfahren bekommen. Das finden wir natürlich
klasse und nutzen die auch sehr. Ansonsten fehlt für junge Leute
einiges. Hier gibt es eigentlich keinen richtigen Fußballplatz.
Wir gehen in Darmstadt auf die Schule und kommen dadurch viel raus. Nur
in Reinheim, das wäre ziemlich öde.“Inge Göckel (68),
Rentnerin: „Ich bin in Spachbrücken geboren und nie weggezogen.
Der Ort ist inzwischen sehr mit Reinheim verbunden, die Eingemeindung
ist ja schon sehr lange her. Trotzdem fühlen sich die Alten immer
noch in erster Linie mehr als Spachbrücker. Bei den Jüngeren
ist es inzwischen zusammengewachsen. In unserem kleinen Ort finde ich
es nicht so gut, dass es kaum noch Geschäfte gibt, da ist sehr
viel auf der Strecke geblieben. Besonders die alten Leute haben ihre
Schwierigkeiten damit.“
Klaus
Holdefehr16.10.2002
Fünf Schulen im Stadtgebiet REINHEIM.
Reinheim
verfügt schon seit geraumer Zeit über ein gutes schulisches
Angebot, das mit Beginn des laufenden Schuljahrs noch besser geworden
ist. Seit August nämlich hat der Landkreis an der
Dr.-Kurt-Schumacher-Schule auch einen gymnasialer Zweig eingerichtet.
An dieser Schule, als Mittelpunkt-schule von einem Zweckverband
errichtet, Ende 1966 bezogen und mehrfach erweitert, werden
gegenwärtig über 600 Kinder unterrichtet, wurde in diesem
Jahr auch eine Nachmittagsbetreuung eingeführt.Die alte
Grundschule in der Friedrichstraße kann jetzt ihr
hundertjähriges Bestehen feiern. Neubauten ergänzen hier das
Raumangebot. Und im vergangenen Monate gab’s zusätzlichen Platz in
einem umgestalteten Gebäude in der Jahnstraße für die
450 Schüler.Mit einem lange Zeit umstrittenen Erweiterungsbau
ließ der Landkreis auch die Grundschule in Ueberau räumlich
so ausstatten, dass hier ein zeitgemäßer Unterricht
möglich ist. Für die Kinder in Georgenhausen und Zeilhard
gibt es schon seit Jahrzehnten eine gemeinsame Grundschule, die
Spachbrücker Grundschulkinder werden in der Dilsbachschule
unterrichtet.
eck16.10.2002
Reinheim
ist mit 200 000 Euro dabei
Nahverkehr:
Parlament entscheidet heute über die Kooperationsvereinbarung zur
Modernisierung der Odenwaldbahn
Stadtverordnetenvorsteher
Harald Heiligenthal hat das Reinheimer Parlament für heute,
Dienstag,
um 20 Uhr in den Heinrich-Klein-Saal des Kulturzentrums eingeladen. Auf
der Tagesordnung steht auch das Modernisierungskonzept für die
Odenwaldbahn.
Dieses Konzept, das die
DaDiNa
gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund realisieren will, sieht
vor,
die veraltete Infrastruktur zu modernisieren und ein erweitertes
Betriebsprogramm
mit kürzeren Reisezeiten und modernen Fahrzeugen einzuführen.
Dies geht nicht ohne die finanzielle Beteiligung der betroffenen
Städte
und Gemeinden. Geregelt werden soll dies in einem Vertrag zwischen RMV,
DaDiNa, der Bahn AG sowie den beteiligten Gebietskörperschaften
In den Jahren von 2002 bis
2005 sollen in das ehrgeizige Projekt, das für Reinheim eine
Aufwertung
der Bahnverbindung über Darmstadt bis zum Frankfurter Hauptbahnhof
vorsieht, rund 60 Millionen Euro investiert werden. Auf die Stadt
Reinheim
käme ein Anteilsbetrag von etwa 200 000 Euro zu.
Ein weiterer Beratungspunkt
ist die Neufassung der Gebührenordnung für die Benutzung des
Freibades. Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf sieht dabei
Erhöhungen
von gut zehn Prozent für Erwachsene vor, während Kinder und
Jugendliche,
Schüler und Studenten mit einer geringen Ermäßigung
rechnen
können.
Satzungsbeschlüsse
stehen
an für die geänderten Bebauungspläne Zeilhard-Nord und
Hinter
der Siedlung in der Kernstadt. Außerdem liegt dem Parlament die
Prüfung
des Jahresabschlusses 2000 der Stadtwerke vor. für 2001 muss ein
Prüfer
bestellt werden.
Beschlossen werden soll
über
einen Antrag der DKP-Fraktion, der sich mit dem Wasserdruck im Gebiet
der
Kleiststraße befasst. Darüber hat der zuständige
Ausschuss
ebenso beraten, wie über den Antrag der CDU-Fraktion auf
Teilüberdachung
der Tribüne des Sportzentrums.
Drei Anfragen hat die
FDP-Fraktion
für diese Sitzung eingebracht. Einmal geht es dabei um die
möglicherweise
von privaten Funkantennen ausgehende elektromagnetische Strahlung, zum
anderen um die Einrichtung einer zweiten Spierlwarenbörse pro Jahr
in der Spachbrücker Mehrzweckhalle. Die dritte Anfrage befasst
sich
mit der in der Nachbarschaft Groß-Bieberau diskutierten
Verkehrszählung.
Die Liberalen wollen wissen, ob sich Reinheim bei dieser Zählung
anschließt
Einen Dringlichkeitsantrag
hat die SPD-Fraktion eingebracht. Darin will sie erreichen, dass
Stadtverordnetenversammlung
und Magistrat die hessische Kultusministerin Karin Wolff auffordern,
die
ausstehende Genehmig1ung zur Umwandlung der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule
in eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Eingangsklasse ab dem
5. Schuljahr umgehende zu erteilen.
eck 19.2.2002
Müll rund um die
Container
Wilde Ablagerungen
bereiten
der Stadt Reinheim Sorge
REINHEIM (dk).
Bei der Stadtverwaltung häufen sich in letzter Zeit die
Beschwerden
über wilde Müllablagerungen an den
Container-Stellplätzen.
Die Abfälle, darunter oft auch Lebensmittel, haben in
verschiedenen
Fällen schon Ratten angelockt. Außerdem liegen sie oft bis
auf
die Gehwege, wie Gerd Fischer vom städtischen Umweltamt mitteilt.
Im gesamten Stadtgebiet gibt es 28 Container-Stellplätze. Sie
werden
von
Mitarbeitern des Bauhofs in regelmäßigen Abständen
gesäubert. „Die wilden Ablagerungen verursachen erhebliche
Entsorgungskosten,
die natürlich auf die Müllgebühren für alle
Bürger
umgelegt werden müssen. Die Reinigung durch die Arbeiter des
städtischen
Bauhofs beseitigt aber nur die Folgen, stoppt jedoch nicht die
Verursacher“,
so Fischer, der bedauert, „dass es immer mehr Leute gibt, die die
Folgen
ihrer billigen Entsorgung nicht belastet.“ Neben dem unschönen
Anblick
und den bedenklichen Folgen für die Hygiene sollte nach Fischers
Meinung
auch die Kostenbeteiligung aller Bürger ein Grund dafür sein,
solche Umweltsünder bei der Polizei oder dem Umweltamt anzuzeigen.
„Wenn man nicht Namen oder Autonummer melden kann, dann ist
Zivilcourage
gefordert. Man muss diese Leute ansprechen und auf das Problem, das sie
verursachen, ansprechen“, meint der Leiter des Umweltamtes. Er macht
außerdem
darauf aufmerksam, dass es für jede Art Müll eine ordentliche
Entsorgungsmöglichkeit gibt, die beim Umweltamt unter den
Rufnummern
80520 oder 80521 erfragt werden kann. An alle Bürger geht sein
Appell:
„Helfen sie mit, dass allen bewusst wird, dass eine geordnete
Entsorgung
des Mülls günstig und besser für die Umwelt ist. Helfen
sie auch mit, dass die Verursacher der wilden Ablagerungen selbst die
Kosten
für die Entsorgung tragen oder eine nicht unerhebliche Geldstrafe
zahlen müssen.“
8.5.2001
Siehe FWG Pressetext
vom 17.02.2001 : Unsere Stadt
soll schöner werden!
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