Aktuelle Pressetexte aus dem Darmstädter Echo - für Sie gesammelt

11. Juni 2010  |  tb

Wohnen auf dem Edelweiß-Gelände

Stadtbild: Mit großer Mehrheit schafft das Reinheimer Parlament Baurecht auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal

REINHEIM. 
Die Diskussionen um das Wohnen auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Wäscherei ,,Edelweiß" in der Königsberger Straße in Reinheim sind in der jüngsten Sitzung des Reinheimer Parlaments mit der Schaffung des Baurechts zu Ende gegangen. Umstritten waren die Pläne des Inhabers, dort Einzel- und Doppelhäuser zu errichten, wo früher ein Gewerbebetrieb war und heute noch andere Firmen angrenzen, aber bis zum Schluss. Vor allem die Union, aus deren Reihen Gegenstimmen und Enthaltungen kamen, wehrte sich gegen das Projekt. Die große Mehrheit jedoch stimmte dafür.Nachdem bei der zweiten Offenlegung der Pläne im Süden und Osten des Areals jeweils ein Streifen als Mischgebiet deklariert worden war, der als Puffer zum angrenzenden Gewerbe fungieren soll, um eventuellen Beschwerden der späteren Bewohner des Edelweiß-Geländes vorzubeugen, äußerte Michael Wend (CDU) Bedenken, dass dies auch tatsächlich funktioniere. ,,Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Lärmemissionen etwa eines Lkws durch ein Gebäude abgehalten werden", sagte er, ,,und der Streifen als Abgrenzung ist nur so breit, dass dort ein Gebäude stehen kann." Zudem wies er darauf hin, dass die Grundstücke im geplanten Gewerbegebiet an der Willy-Brandt-Straße verkauft werden müssen und dass in den Baugebieten Orscheläcker und Nordwest sowie auf dem ehemaligen ,,Emilys"-Gelände Wohngrundstücke zum Verkauf stünden.Thomas Knöll (SPD) sagte, in Reinheim sei schon immer versucht worden, zum Wohle eines Investors zu handeln. Das angrenzende Gewerbe habe durch den Puffer keine Einschränkungen wegen des neuen Wohngebietes zu befürchten. Das sah auch DKP-Vorsitzender Arno Grieger so. Grünen-Fraktionsvorsitzender Günther Schreiber fügte hinzu, dass die Edelweiß früher mit Lastern beliefert worden sei, der Lärm aber nun eher weniger werde. CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika Froede hingegen sagte, dass ein ,,So haben wir es schon immer gemacht" kein Standpunkt sei, es müsse kontrolliert werden, dass das Puffer-Mischgebiet nicht zum Wohngebiet werde. Das wiederum nannte SPD-Fraktionsvorsitzender Felix Schäfer ein ,,Ammenmärchen". Die Gewerbebrache sei vom Äußerlichen her ein ,,Schandfleck", mit dem umliegenden Gewerbe sei nun eine Lösung gefunden worden. ,,Wir können nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten", sagte er.
14. Oktober 2009  | tb

Erster Schritt zum neuen Wohnareal

Stadtbild: Reinheimer Parlament bringt Bebauungsplanänderung für früheres „Edelweiß“-Wäschereigelände auf den Weg

REINHEIM. Nicht unumstritten ist im Reinheimer Parlament das Vorhaben, auf dem Gelände der ehemaligen Wäscherei „Edelweiß“ in der Königsberger Straße Wohnhäuser zu bauen. Das Gelände, das in Privatbesitz ist, war bislang als Gewerbegebiet ausgezeichnet.

Nun brachte das Parlament mit großer Mehrheit die für die Wohnbebauung nötige Bebauungsplanänderung auf den Weg. Drei Gegenstimmen kamen von der CDU, sieben Enthaltungen von Union und FWG.

Entstehen sollen nach einem ersten Entwurf auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal, das sich von der Königsberger bis zur Breslauer Straße erstreckt, Einzel- und Doppelhäuser, die höchstens zwei Stockwerke haben dürfen. Der Bebauungsplan wird nun ausgelegt, Stellungnahmen dazu eingeholt.

Michael Wend (CDU) argumentierte mit den „Geräusch- und Geruchsbelästigungen“, die für die Bewohner entstünden, da das Gebiet an ein bestehendes Gewerbegebiet angrenzt. Zudem verwehrte er sich gegen die Reduzierung von Gewerbefläche und wies auf das Angebot an Baugrundstücken und Wohnfläche in Reinheim hin:

Derzeit baue ein Investor Wohnhäuser auf dem ehemaligen „Emilys“-Gelände an der Schillerstraße, zudem habe die Stadt gerade beschlossen, ihre Baugrundstücke in Nordwest und in den „Orscheläckern“ in Spachbrücken auf dem freien Markt zu verkaufen, da in Reinheim keine Nachfrage bestünde. „Es wird jetzt umso schwerer, diese zu verkaufen“, sagte er. Ähnlich argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzende Angelika Froede.

FWG-Fraktionsvorsitzender Edgar Friedrich gab Wend Recht, sagte aber, dass es sich beim „Edelweiß“-Areal um Privatgelände handele, „da dürfen wir den Leuten keinen Knüppel in den Weg legen“. So sah es auch Pia Eckert-Graulich (fraktionslos).

Keine Konkurrenz zum Angebot der Stadt hingegen sah Grünen-Fraktionsvorsitzender Günther Schreiber. „Hier ist ein Bauträger, der Vorgaben hat“, sagte er. Auf den städtischen Grundstücken dürften die Käufer hingegen frei bauen.

Thomas Knöll (SPD) sagte, dass es bekannt sei, dass die CDU sich für Gewerbegebiete stark mache, allerdings gebe es derzeit dafür keinen Bedarf. Hans Friedrich Kammer wies darauf hin, dass das Gelände seit Jahren brach liege.

Bürgermeister Karl Hartmann (SPD) wurde ironisch: „Die CDU kämpft für Gewerbeansiedlung, doch jeden Morgen, wenn ich ins Rathaus komme, falle ich über nicht vorhandene Gewerbeflächen-Interessenten.“



Stadtverwaltung als moderner Dienstleister Rathaus:
Am Cestasplatz und im Kulturzentrum laufen die Fäden zusammen

REINHEIM. Die Verwaltung einer Stadt muss heute moderner Dienstleistungsbetrieb sein, wenn all die Aufgaben bewältigt werden sollen, die in den kommunalen Zuständigkeitsbereich fallen. Finanzverwaltung zum Beispiel ist weit mehr als nur Stadtkasse, städtisches Bauamt mehr als nur der Kopf des städtischen Bauhofs. Das Ordnungsamt gleichsam als Ortspolizeibehörde, das Einwohnermeldeamt, das heute auch Aufgaben der Zulassungsstelle übernimmt, Standesamt, Umweltamt, Kultur- und Sportamt sowie das häufig frequentierte Sozialamt und dazu das für die inneren Abläufe zuständige Hauptamt mit parlamentarischem Büro – alle diese Dienstellen machen in ihrer Summe die Stadtverwaltung aus. Damit ist der kommunale Dienstleistungs-Service allerdings bei weitem noch nicht erschöpft. Das Büro für Städtepartnerschaften, die modern ausgestattete Stadtbücherei mit Stadtarchiv im Kulturzentrum, die als Eigenbetrieb geführte kommunale Wasserversorgung gehören ebenso dazu wie die Stadtjugendpflege und die sechs Kindergärten in allen Stadtteilen. Die Stadtverwaltung steht den Bürgern während folgender Zeiten offen: Montags von 13.30 bis 18 Uhr, dienstags bis freitags von 8 bis 11.30 Uhr, mittwochs von 13.30 bis 15.30 Uhr. Die im Rathaus untergebrachten Dienststellen sind unter der Rufnummr 805o sowie unter Fax 80565 zu erreichen, das Bürgertelefon: 80560. Der Bauhof hat die Rufnummer 80546, die Sozialstation 1719.Um den Bürgern in den Stadtteilen die Wege zum Rathaus in Reinheim zu ersparen, hält die Verwaltung Außensprechstunden ab. In Ueberau nach Voranmeldung unter 06161 08551, in Spachbrücken nach Voranmeldung unter 06162 80519. In Georgenhausen werden die Sprechstunden dienstags von 17 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 11 Uhr im ehemaligen Rathaus angeboten, in Zeilhard dienstags von 18 bis 19 Uhr und donnerstags von 11 bis 12 Uhr im alten Rathaus.


dk16.10.2002



Eins und vier macht Reinheim Gebietsreform:
Ueberau, Spachbrücken und Zeilhard kommen freiwillig Georgenhausen wird per Gesetz Stadtteil

Kurz vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr wurde amtlich, was rund fünf Jahre lang im Gespräch war: die beiden Reinheimer Stadtteile Georgenhausen und Zeilhard schlossen sich zu einer Einheit zusammen. Ein gemeinsamer Ortsbeirat vertritt nun die Interessen der Einwohner von Georgenhausen-ZeilhardDie Politik vollzog damit nach, was die Realität längst vorweggenommen hat. Nur an den Ortsschildern am Straßenrand war noch zu erkennen, dass man von dem einen Stadtteil in den anderen wechselte. Baulich und auch gesellschaftlich waren beide Orte zusammengewachsen. Für das Vereinsleben, für Schule und Kirche gab es schon lange keine Gemarkungsgrenze mehr.Dreißig Jahre nach dem Gemeindezusammenschluss war mit der Entscheidung in Georgenhausen-Zeilhard ein deutliches Zeichen gesetzt, dass das damals vom Gesetzgeber gewollte neue Gemeinwesen „Großgemeinde Reinheim“ zusammengefunden hat – auch im Bewusstsein der Bürger.Dies war im Jahr 1971 gar nicht so sicher. Damals entschieden sich die Parlamente der bis dahin selbständigen Gemeinden Ueberau, Spachbrücken und Zeilhard für den freiwilligen Zusammenschluss mit Reinheim. In Grenzänderungsverträgen wurden die Modalitäten festgelegt, die kleinen und großen Wünsche der Gemeinden an die Stadt Reinheim festgehalten.In Georgenhausen allerdings konnten die Prämien, die die Landesregierung für einen freiwilligen Zusammenschluss zahlte, die Bedenken gegen die Aufgabe der Selbständigkeit nicht aufwiegen. Die Gemeinde, damals schon von einem hauptamtlichen Bürgermeister verwaltet, hatte noch einiges im Sinn, das in eigener Regie durchgezogen werden sollte.Bis 1977 blieb Georgenhausen selbständig. dann kam die so genannte Zwangseingemeindung. Per Gesetz wurde Georgenhausen Stadtteil von Reinheim, wurde der Schlusspunkt gesetzt unter die Gebietsreform.„Die Stadt Reinheim hatte schon in den Jahren davor eine sprunghafte Entwicklung zu meistern. In den folgenden Jahren ging es dann eher noch stürmischer voran. Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen, trotz des rasanten Wachstums dieses Tempo auch bei der Gestaltung der Infrastruktur mitzugehen“, sagt Bürgermeister Karl Hartmann heute im Rückblick. Und er weiß, wovon er spricht, denn die meisten dieser Jahre fallen in seine Amtszeit als Bürgermeister, tragen also auch seine Handschrift.Sprunghafte Entwicklung: Im Stadtteil Georgenhausen erschloss Reinheim das Baugebiet „Gockert“, Ueberau-Ost folgte, danach das kleine Gebiet „Bruchhohl“ in Spachbrücken, ebenso der zweite Teil von Ueberau-Ost. Zusammen ist dies Wohnraum für rund 1500 Menschen. Dazu kommt das Großprojekt Reinheim-Nordwest. Auf etwa zwölf Hektar Fläche siedelten sich rund 300 Familien an.Stichwort Infrastruktur. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Vielfalt kommunaler Angebote – von der Wiege bis zur Bahre begleitet die Stadt ihre Bürger. Die städtische Fürsorge beginnt mit den Kindergärten. In allen Stadtteilen bestehen diese Einrichtungen, in deren Modernisierung Reinheim viel Geld investiert, noch mehr allerdings in deren Betrieb. „Wir können von einer Vollversorgung spreche“, so der Bürgermeister.Und im gleichen Maß wie für die Kinder sorgt die Stadt auch für die alten Bürger. Das Altenzentrum in der Grabenstraße bietet 36 altengerechte Wohnungen im Herzen der Stadt. Im Neubaugebiet „Nordwest“ entstand das Basishauses für Altenpflege nach dem Kleeblattsystem. Das 1990 eingeweihte Kulturzentrum setzt nicht nur einen städtebaulichen Akzent im alten Teil Reinheims. Mehr als 130 Vereine gibt es im Stadtgebiet, viele verfügen über eigenen Anlagen, eigene Heime. Anderen stellt die Stadt Versammlungs- und Übungsstätten zur Verfügung. Dazu kommt die jährliche finanzielle Förderung.Dabei leistet sich die Stadt eine eigene Kulturarbeit, die mittlerweile hessenweit Anerkennung gefunden hat und bei der Bevölkerung so gut ankommt, dass sie sich fast selbst finanziert. Die Stadtbücherei ist hervorragend ausgestattet, ist preisgekrönt hat inzwischen eine Mittelpunktfunktion übernommen.Mittelpunktfunktion will Reinheim auch als Einkaufsstadt ausüben. „Die Angebotspalette ist durchaus zufriedenstellend. Von Verbrauchermärkten über Bäcker, Metzger und Fachgeschäfte für Mode, Schmuck oder Bücher bis hin zu Apotheken ist alles vorhanden, was der Bürger täglich braucht“ betont Hartmann. Dazu kommen eine gute ärztliche und eine komplette fachärztliche Versorgung, die diesen Anspruch stützt. Infrastruktur, das ist auch eine gesicherte Wasserversorgung über die Brunnengalerie und die Enthärtungsanlage in den Seewiesen. Und eine Kläranlage im Reinheimer Teich, die mit einem Kostenaufwand von 30 Millionen Mark aufgerüstet wurde. Infrastruktur sind auch die zahlreichen Freizeiteinrichtungen, die die Stadt ihren Bürgern bietet. Und zur Infrastruktur gehört die vorbildliche Jugendarbeit der Stadt.„Wir sind eine Wohnsitzgemeinde und haben deshalb das Schwergewicht unserer Bemühungen auf die Wohnqualität gelegt. Und dies hat sich ausgezahlt“, betont Hartmann. Und um die Verbesserung der Wohnqualität geht es auch bei den nächsten größeren Projekten, die die Stadt angehen will. „Wir wollen das Freibad modernisieren und aufwerten. Und wir werden uns an der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes beteiligen“, sagt der Bürgermeister. Das 30 Jahre alte Bad hat eine Auffrischung verdient. Und rund um den Bahnhof soll das, was gegenwärtig tot und leer da liegt, mit neuem Leben erfüllt werden. Ein Großprojekt, bei dem sowohl die öffentliche Hand als auch Privatinitiative gefordert sind.


Dieter Schieck16.10.2002



„Ich fühle mich hier sehr wohl “Umfrage:
Wie beurteilen die Reinheimer die Lebensqualität und Infrastruktur ihrer Stadt? – Das Positive überwiegt in der Bewertung der Bürger

REINHEIM. Den Reinheimern wird in der Geschichte stolzer Bürgersinn und eine hohe Idenfikation mit ihrer Stadt nachgesagt. Und wie sehen die heutigen Reinheimer ihren Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsort? Ist für sie die Stadt ein Zentrum, stimmt die Infrastruktur? Das suchte das Echo durch eine Straßenumfrage zu erkunden.Elisabeth Ahrndt-Haefele (52), Sekretärin: „Reinheim ist gut zum Wohnen und zum Einkaufen. Hier ist alles bestens. Ich wohne seit zwölf Jahren hier und fühle mich wohl. Das Einzige, was ich hier als Mainzerin vermisse, sind die Weinberge. Aber man kann ja nicht alles haben.“Ursula Schmidt (62), Rentnerin: „Ich finde Reinheim ist eine relativ gute Wohnstadt. Hier findet man alles, was man braucht: Geschäfte, Ärzte, es gibt einen Bahnhof, der zwar inzwischen mit Automat bedient wird, aber immerhin, es gibt ihn. Die Busanbindung ist auch recht gut. Das Einzige, was für die Berufstätigen nicht so toll ist, ist der Berufsverkehr, besonders auf der Autobahn, aber das habe ich zum Glück inzwischen hinter mir.“Dietmar Schnauber (45), Heizungsingenieur: „Seit 45 Jahren lebe ich hier. Ich bin Reinheimer Ureinwohner und finde es hier so gut, dass ich nie weggezogen bin. Ich bin hier durchweg zufrieden. Gegen den Verkehr kann man wohl kaum etwas machen, das Problem ist halt so. Aber ich bin hier zufrieden.“Aysun Demir (11), Schülerin: „Mir gefällt es hier sehr. Ich wohne schon immer hier und fühle mich in Reinheim sehr wohl. Ich gehe in die Gesprenzschule. Bei uns in der Nähe gibt es einen tollen Spielplatz, da gehe ich manchmal hin. Früher war ich immer draußen, jetzt nur noch manchmal.“Jens Mörsch (57), Kaufmann: „Wir haben Parkplätze direkt vor den Geschäften. Im Zentrum hier befinden sich zahlreiche Dienstleister und Fachgeschäfte, außen drumherum sind Supermärkte, so dass man hier alles erledigen kann, was man so braucht. Die Leute müssen nicht noch woanders hinfahren, wenn sie es nicht wollen. In Reinheim lebt es sich insgesamt gut. Durch den angrenzenden Odenwald und die schöne Landschaft ist natürlich auch der Naherholungswert sehr hoch.“Jasmin Stöckig (16), Schülerin: „Hier könnten mehr Discos sein. Für Jugendliche gibt es hier nicht viel, was man machen kann. Wir laufen meistens einfach nur rum, denn für alles andere braucht man Geld. Das Einzige, was mir in Reinheim gefällt, ist eigentlich das Schwimmbad.“Dirk Bergsträßer (33), kaufmännischer Angestellter: „Außer Einkaufen habe ich mit Reinheim nicht viel am Hut. Seit einem Jahr lebe ich hier, die Freundin hat mich hergezogen. Ich kann keine Kritik üben, weil ich kaum hier bin. Im Sommer gibt es hier wohl ein Straßenfest. Dann ist die Straße hier gesperrt und schon auch mal was los.“Christian Mahr (15, links) und Mitlad Djamali (15), Schüler: „Wir haben eine neue Anlage zum Skateboardfahren bekommen. Das finden wir natürlich klasse und nutzen die auch sehr. Ansonsten fehlt für junge Leute einiges. Hier gibt es eigentlich keinen richtigen Fußballplatz. Wir gehen in Darmstadt auf die Schule und kommen dadurch viel raus. Nur in Reinheim, das wäre ziemlich öde.“Inge Göckel (68), Rentnerin: „Ich bin in Spachbrücken geboren und nie weggezogen. Der Ort ist inzwischen sehr mit Reinheim verbunden, die Eingemeindung ist ja schon sehr lange her. Trotzdem fühlen sich die Alten immer noch in erster Linie mehr als Spachbrücker. Bei den Jüngeren ist es inzwischen zusammengewachsen. In unserem kleinen Ort finde ich es nicht so gut, dass es kaum noch Geschäfte gibt, da ist sehr viel auf der Strecke geblieben. Besonders die alten Leute haben ihre Schwierigkeiten damit.“

Klaus Holdefehr16.10.2002



Fünf Schulen im Stadtgebiet REINHEIM.

Reinheim verfügt schon seit geraumer Zeit über ein gutes schulisches Angebot, das mit Beginn des laufenden Schuljahrs noch besser geworden ist. Seit August nämlich hat der Landkreis an der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule auch einen gymnasialer Zweig eingerichtet. An dieser Schule, als Mittelpunkt-schule von einem Zweckverband errichtet, Ende 1966 bezogen und mehrfach erweitert, werden gegenwärtig über 600 Kinder unterrichtet, wurde in diesem Jahr auch eine Nachmittagsbetreuung eingeführt.Die alte Grundschule in der Friedrichstraße kann jetzt ihr hundertjähriges Bestehen feiern. Neubauten ergänzen hier das Raumangebot. Und im vergangenen Monate gab’s zusätzlichen Platz in einem umgestalteten Gebäude in der Jahnstraße für die 450 Schüler.Mit einem lange Zeit umstrittenen Erweiterungsbau ließ der Landkreis auch die Grundschule in Ueberau räumlich so ausstatten, dass hier ein zeitgemäßer Unterricht möglich ist. Für die Kinder in Georgenhausen und Zeilhard gibt es schon seit Jahrzehnten eine gemeinsame Grundschule, die Spachbrücker Grundschulkinder werden in der Dilsbachschule unterrichtet.

eck16.10.2002



Reinheim ist mit 200 000 Euro dabei
Nahverkehr: Parlament entscheidet heute über die Kooperationsvereinbarung zur Modernisierung der Odenwaldbahn

Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligenthal hat das Reinheimer Parlament für heute, Dienstag, um 20 Uhr in den Heinrich-Klein-Saal des Kulturzentrums eingeladen. Auf der Tagesordnung steht auch das Modernisierungskonzept für die Odenwaldbahn.
Dieses Konzept, das die DaDiNa gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund realisieren will, sieht vor, die veraltete Infrastruktur zu modernisieren und ein erweitertes Betriebsprogramm mit kürzeren Reisezeiten und modernen Fahrzeugen einzuführen. Dies geht nicht ohne die finanzielle Beteiligung der betroffenen Städte und Gemeinden. Geregelt werden soll dies in einem Vertrag zwischen RMV, DaDiNa, der Bahn AG sowie den beteiligten Gebietskörperschaften
In den Jahren von 2002 bis 2005 sollen in das ehrgeizige Projekt, das für Reinheim eine Aufwertung der Bahnverbindung über Darmstadt bis zum Frankfurter Hauptbahnhof vorsieht, rund 60 Millionen Euro investiert werden. Auf die Stadt Reinheim käme ein Anteilsbetrag von etwa 200 000 Euro zu.
Ein weiterer Beratungspunkt ist die Neufassung der Gebührenordnung für die Benutzung des Freibades. Der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf sieht dabei Erhöhungen von gut zehn Prozent für Erwachsene vor, während Kinder und Jugendliche, Schüler und Studenten mit einer geringen Ermäßigung rechnen können.
Satzungsbeschlüsse stehen an für die geänderten Bebauungspläne Zeilhard-Nord und Hinter der Siedlung in der Kernstadt. Außerdem liegt dem Parlament die Prüfung des Jahresabschlusses 2000 der Stadtwerke vor. für 2001 muss ein Prüfer bestellt werden.
Beschlossen werden soll über einen Antrag der DKP-Fraktion, der sich mit dem Wasserdruck im Gebiet der Kleiststraße befasst. Darüber hat der zuständige Ausschuss ebenso beraten, wie über den Antrag der CDU-Fraktion auf Teilüberdachung der Tribüne des Sportzentrums.
Drei Anfragen hat die FDP-Fraktion für diese Sitzung eingebracht. Einmal geht es dabei um die möglicherweise von privaten Funkantennen ausgehende elektromagnetische Strahlung, zum anderen um die Einrichtung einer zweiten Spierlwarenbörse pro Jahr in der Spachbrücker Mehrzweckhalle. Die dritte Anfrage befasst sich mit der in der Nachbarschaft Groß-Bieberau diskutierten Verkehrszählung. Die Liberalen wollen wissen, ob sich Reinheim bei dieser Zählung anschließt
Einen Dringlichkeitsantrag hat die SPD-Fraktion eingebracht. Darin will sie erreichen, dass Stadtverordnetenversammlung und Magistrat die hessische Kultusministerin Karin Wolff auffordern, die ausstehende Genehmig1ung zur Umwandlung der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in eine kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Eingangsklasse ab dem 5. Schuljahr umgehende zu erteilen.

eck 19.2.2002



Müll rund um die Container
Wilde Ablagerungen bereiten der Stadt Reinheim Sorge

REINHEIM (dk). Bei der Stadtverwaltung häufen sich in letzter Zeit die Beschwerden über wilde Müllablagerungen an den Container-Stellplätzen. Die Abfälle, darunter oft auch Lebensmittel, haben in verschiedenen Fällen schon Ratten angelockt. Außerdem liegen sie oft bis auf die Gehwege, wie Gerd Fischer vom städtischen Umweltamt mitteilt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es 28 Container-Stellplätze. Sie werden von Mitarbeitern des Bauhofs in regelmäßigen Abständen gesäubert. „Die wilden Ablagerungen verursachen erhebliche Entsorgungskosten, die natürlich auf die Müllgebühren für alle Bürger umgelegt werden müssen. Die Reinigung durch die Arbeiter des städtischen Bauhofs beseitigt aber nur die Folgen, stoppt jedoch nicht die Verursacher“, so Fischer, der bedauert, „dass es immer mehr Leute gibt, die die Folgen ihrer billigen Entsorgung nicht belastet.“ Neben dem unschönen Anblick und den bedenklichen Folgen für die Hygiene sollte nach Fischers Meinung auch die Kostenbeteiligung aller Bürger ein Grund dafür sein, solche Umweltsünder bei der Polizei oder dem Umweltamt anzuzeigen. „Wenn man nicht Namen oder Autonummer melden kann, dann ist Zivilcourage gefordert. Man muss diese Leute ansprechen und auf das Problem, das sie verursachen, ansprechen“, meint der Leiter des Umweltamtes. Er macht außerdem darauf aufmerksam, dass es für jede Art Müll eine ordentliche Entsorgungsmöglichkeit gibt, die beim Umweltamt unter den Rufnummern 80520 oder 80521 erfragt werden kann. An alle Bürger geht sein Appell: „Helfen sie mit, dass allen bewusst wird, dass eine geordnete Entsorgung des Mülls günstig und besser für die Umwelt ist. Helfen sie auch mit, dass die Verursacher der wilden Ablagerungen selbst die Kosten für die Entsorgung tragen oder eine nicht unerhebliche Geldstrafe zahlen müssen.“

8.5.2001

Siehe FWG Pressetext vom 17.02.2001 :  Unsere Stadt soll schöner werden!


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